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Behindertenkonferenz Graubünden

Behindertenkonferenz Graubünden (Hauptsitz)

Koordination und Förderung der Anliegen von Menschen mit Behinderungen und ihrer Organisationen, die von allgemeinem Interesse sind, im Besonderen auf kantonaler Ebene (Behörden, Ämter, Institutionen, Vernehmlassungsstellen und Dritter).

Adress- und Kontaktangaben:
Name: Behindertenkonferenz Graubünden 
Strasse: Engadinstrasse 2
PLZ/Ort: 7000 Chur
Telefon: 081 257 11 11
Fax: 081 257 11 19
E-Mail: Mitteilung senden
Internet II: www.finanzausgleich.ch
Post-/Bankverbindung: PC 70 - 10368 - 3

Generelle Angaben von unserer Institution

Welcher Art von Institution sind wir?
Andere
An welche Alters-Zielgruppen richten wir uns?
Kinder und Jugendliche
Erwachsene
Senioren
An welche Menschengruppen richten wir uns?
Alle Behinderungsarten

Welche Angebote und Dienstleistungen bietet unsere Institution an?

Dienstleistungen
Interessenvertretung, Öffentlichkeitsarbeit
Vernetzung der verschiedenen Institutionen

Detailportrait

Dient zudem als Informationsaustausch und Meinungsbildung unter Behinderten und in der Öffentlichkeit.

Die Mitglieder der Behindertenkonferenz Graubünden:
- Behindertensport Chur und Umgebung
- Bündner Gehörlosenverein
- Diabetes Gesellschaft GR/GL und FL
- Insieme Graubünden
- Krebsliga Graubünden
- MS-Regionalgruppe Graubünden
- pro audito Chur plus
- Pro Infirmis Graubünden
- Pro Senectute Graubünden
- Procap Grischun
- Rollstuhl-Club Chur
- Rotes Kreuz Graubünden
- Schweizerischer Blinden- und Sehbehindertenverband Sektion Graubünden
- Schweizerischer Blinden- und Sehbehindertenverband
Beratungsstelle Graubünden
- Schweiz. Verein der Gelähmten
- FRAGILE Suisse Ostschweiz (Vereinigung für hirnverletzte Menschen)
- Stiftung für wahrnehmungsbehinderte Menschen
- Stiftung Mobilita
- VASK Vereinigung der Angehörigen von Schizophreniekranken
- Vereinigung Cerebral Graubünden


Der Geschäftsausschuss ist das Führungsorgan der Behindertenkonferenz Graubünden. Er besteht aus Vertreter/innen von fünf Mitgliedsorganisationen. Die Ressorts sind derzeit folgendermassen besetzt:

- Organisation: Georg Fromm
- Arbeitsintegration: Bettina Bardill
- Bau und Verkehr: Martina Tomaschett
- Sozialpolitik: Marie-José Tschurr
- Öffentlichkeitsarbeit: Margrith Janggen

Jedem Ressort steht eine Arbeits-gruppe zur Verfügung, in denen sich weitere Vertreter/innen von Mitglieds-organisationen engagieren. Interessiert Sie eine Mitarbeit in der Behindertenkonferenz? Melden Sie sich doch einfach unverbindlich bei der Geschäftsstelle.

Jahresbericht 2010

In der letzten Mitgliederversammlung vom 28.9.2010 wurden für 2011 zwei Prioritäten gewählt:
1. Schulung/Sensibilisierung von Buschauffeuren der Stadt Chur
2. Gemeinsamer Anlass/Festivität evtl. im Sportbereich durchführen im Sinne der Begegnung und Gemeinsamkeit.
Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeit ist an der Planung eines sportlichen Anlasses, der am 1. Oktober statt finden wird. Bitte notieren Sie sich diesen Termin! Wir suchen dafür noch viele Helferinnen und Helfer, die dabei tatkräftig mithelfen wollen. Nur mit Ihrer Unterstützung kann dieser aussergewöhnliche Anlass überhaupt durchgeführt werden. Sind Sie interessiert oder kennen Sie interessierte Personen? Dann melden Sie sich gleich bei Margrith Janggen 081 353 71 01.

Als Priorität für das Jahr 2012 wird die Auswertung der Erfahrungen mit Früherfas-sung/Frühintervention der IV-Stelle GR angestrebt.

Im Geschäftsausschuss gibt es Veränderungen.
Peter Spreiter vom Schweiz. Verein der Gelähmten tritt nach einem langjährigen Einsatz in der Behindertenkonferenz Graubünden zurück. Der Geschäftsausschuss be-dauert diesen Rücktritt sehr. Wir bedanken uns bei Peter herzlichst für sein andauerndes aktives Engagement und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute!
Kordula Zoller vom Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband, Beratungsstelle GR, tritt von ihrer Aufgabe der Organisation/ Koordination aufgrund von Pensenreduktion zurück. Der Geschäftsausschuss bedankt sich herzlich für die gute Zusammenarbeit. Neu wird sie in der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit mitarbeiten.
Für beide vakanten Stellen konnten die Mitglieder des Geschäftsausschusses, trotz intensiver Anfragen an BK-Mitglieder, keine Nachfolger finden. Hier noch mal ein dringlicher Aufruf an alle Mitglieder, sich an einer Mitarbeit im Geschäftsausschuss zu beteiligen. Können an der Mitgliederversammlung keine Nachfolger gewählt werden, dann steht meiner Meinung nach an die Frage zu klären, wie es mit der Behindertenkonferenz Graubünden weiter gehen soll.

Die Geschäftsstelle der Behindertenkonferenz bleibt nun weiterhin bei der Pro Infirmis und Frau Daniela Curschellas übernimmt weiter die administrativen Aufgaben.
Wir danken Daniela Curschellas herzlich für ihre tatkräftige Unterstützung und Pro In-firmis für das Unterbringen unserer Geschäftsstelle.
Kordula Zoller, Organisation/Koordination

Ressort Öffentlichkeitsarbeit
Am 3.Dezember, zum internationalen Tag der Behinderten, verkauften wir über Mittag auf dem Bahnhofplatz Chur feine Gerstensuppe und Wienerli mit Brot. Es war ein sehr kalter Tag und das Interesse der Menschen liess trotz schöner Alphornklänge von der Alphorngruppe Werner Erb, zu wünschen übrig. Am Stand hatten wir Info Material von der SBV Sektion Graubünden, vertreten durch Jürg Eich und seinem treuen Gefährten und von der VASK Graubünden, vertreten durch Margrit Salis und Margrith Janggen
Margrith Janggen.

Arbeitsgruppe Bau und Verkehr
Das Jahr 2010 war geprägt von zwei Schreiben als Unterstützung von Roman Brazerol, Bauberater der Pro Infirmis, im Zusammenhang mit Projekten, wo man sich weigerte die Anforderungen für Menschen mit einer Behinderung aufzunehmen und umzuset-zen. Zum Einen war es das Engadiner Museum in St. Moritz, wo die Verantwortlichen in einem Zeitungsartikel offiziell die Haltung äusserten, im Rahmen der geplanten Umbauten auf die behindertengerechte Anpassung zu verzichten. Auch beim Umbau der neuen Filiale der Raiffeisenbank in Chur wollte man bewusst darauf verzichten, behinderten Menschen einen freien Zugang zu gewähren.
In den Schreiben legten wir unsere Forderungen dar und wiesen darauf hin, dass es sich heute bei der Erfüllung der Normen für behindertengerechtes Bauen nicht mehr um ein freiwilliges Entgegenkommen handelt, sondern um eine gesetzliche Verpflichtung. In beiden Fällen konnten wir Roman Brazerol mit unseren Schreiben unterstützen, dass trotz schwieriger Bedingungen Lösungen gefunden werden konnten. Auch wenn unsere Forderungen nicht vollumfänglich erfüllt werden konnten, konnte doch im Sinne von Kompromissen eine Verbesserung der Projekte erzielt werden.
Ein anderer Schwerpunkt lag in der Erfassung der Hindernisse in der Churer Altstadt. Auf Initiative des Gemeinderates Thomas Hensel konnten wir mit Mitarbeitern des Tief-bauamtes der Stadt Chur alle Barrieren in der Altstadt erfassen. Erfasst wurden in drei Arbeitsgruppen bei systematischen Rundgängen die Mängel bei Strassenbelägen, Trot-toirs, Fusswegen, in Parkanlagen aber auch öffentlichen Sanitäranlagen und Rollstuhlparkplätzen erfasst. Dabei wurden die Stellen auch mit Prioritäten versehen. Sicher können die erfassten Problemstellen nicht umgehend angepasst werden, dies beson-ders auch darum, weil auch die Stadt Chur vom Sparfieber befallen wurde. Immerhin aber sind die fraglichen Objekte erfasst und dokumentiert. Eine wichtige Nebenwirkung war aber die Sensibilisierung der verantwortlichen Abteilungsleiter, damit sie künftig auch ohne unsere Kontrolle besser in der Lage sein werden, den Bedürfnissen von behinderten Menschen entsprechend zu planen und zu bauen. Dieses Projekt zieht sich noch bis in die zweite Hälfte des Jahres 2011 hinein. Die Arbeit wird der Arbeitsgruppe Bau und Verkehr somit vorerst noch nicht ausgehen.
Weitere Projekte, wie z.B. die Schulung der Bus- und Postautochauffeure stehen noch an und können vielleicht im Jahre 2011 umgesetzt werden.
Peter Spreiter

Arbeitsgruppe Sozialpolitik
An der Mitgliederversammlung 2010 trat Patrik Degiacomi, Beratungsstellenleiter Pro Infirmis Ilanz aus dem Geschäftsausschuss der Behindertenkonferenz zurück.
Im November 2010 mussten wir ihn dann leider auch bei der Arbeitsgruppe Sozialpolitik verabschieden, nachdem er auf Anfang 2011 eine neue berufliche Herausforderung bei der Stadt Chur angenommen hatte.
Patrik Degiacomi hat auch innerhalb der Arbeitsgruppe Sozialpolitik einen enormen Einsatz geleistet; sein grosses Fachwissen und sein überdurchschnittliches persönliches Engagement werden wir vermissen.
2010 war für uns arbeitsmässig gesehen, im Vergleich zum 2009 ein eher ruhiges Jahr.
Der Grosserfolg war die gewonnene Abstimmung zum Bündner NFA.
Die unsichere Zukunft mit der Zuweisung verschiedenster Aufgaben im Sozial- und Schulbereich an die Gemeinden konnte abgewendet werden.
Heute geht die politische Diskussion in Richtung Strukturreform, so dass wir momentan im Beobachterstatus sind.
Die neue Pflegefinanzierung wurde 2010 beschlossen und auf den 01.01.2011 in Kraft gesetzt. Wir freuen uns über die Einführung der Hilflosenentschädigung leichten Gra-des für AHV Rentner, sowie über die erhöhten Vermögensfreibeträge bei den Ergänzungsleistungen.
Ende September 2010 hat der Bundesrat das Bündner Konzept zur Förderung der Eingliederung von Menschen mit Behinderung gemäss Artikel 10 IFEG genehmigt.
Im November 2010 wurde auch die Behindertenkonferenz aufgefordert sich zum Entwurf des kantonalen Gesetzes zur sozialen und beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung vernehmen zu lassen. Die Arbeitsgruppe hat sich mit Vertretern von stationären Einrichtungen und politischen Parteien ausgetauscht. Wir kamen zum Schluss, dass die Stossrichtung des Gesetzes, wie auch das vorgesehene Finanzierungssystem eine Verbesserung bei der Integration von Menschen mit Behinderung bringen kann.
(Die am 19.01.2011 abgeschickte Vernehmlassung stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.)
Die grosse Herausforderung und die grosse Arbeit, die sich uns stellen wird, ist die 6. IVG Revision 6b: ein stufenloses Rentensystem und verstärkte Eingliederungsmass-nahmen ohne dass die realistische Arbeitsmarktfähigkeit und die konkrete Arbeitsmarktlage mitberücksichtigt werden, sind inakzeptabel.
Die IVG Revision 6a wurde 2010 in den eidgenössischen Räten abschliessend behandelt.
Die Einführung des Assistenzbeitrages für Bezüger einer Hilflosenentschädigung ist ein Meilenstein. Die Ablehnung einer Quotenregelung ein Tiefschlag. Die eingliederungsorientierte Rentenrevision, insbesondere, bei bestimmten rheumatischen und psychischen Krankheitsbildern werden wir kritisch verfolgen.
Dies gilt ebenso für die im Herbst 2010 durch die IV Stelle GR beschlossene Änderung der Bewilligungspraxis für IV Anlehren ab Sommer 2011: die IV Anlehren werden generell auf 1 Jahr gekürzt!
Marie – José Tschurr - Rouleau

Arbeitsgruppe Arbeitsintegration
Es gab keine Aktivitäten.
Bettina Bardill

 


Letzte Aktualisierung: 03.09.2011

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